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By Jens Becker, Dorothea Hartmann, Susanne Huth, Marion Möhle

Bisher wird der Globalisierungsdiskurs von politischen, ökonomischen, kulturellen oder technischen Gesichtspunkten bestimmt. Fundierte soziologische Analysen finden sich eher selten. Nach einem theoretischen Einführungskapitel legen drei empirische Fallstudien (Migration, Klimawandel und Aids) die wechselseitige Beeinflussung von Industriegesellschaften und überstaatlichen Strukturen dar. Angesichts dieser globalisierten Problemlagen stellt sich die Frage, ob und wie sich Staaten bzw. ihre Akteure über nationale und regionale Grenzen hinweg gegenseitig beeinflussen und zu gemeinsamen Problemlösungen kommen können (Diffusions- und Globalisierungsprozesse). Die Länderauswahl (Deutschland, Frankreich und Großbritannien auf der einen, die united states und Kanada auf der anderen Seite) trägt dem Umstand der besseren Vergleichbarkeit Rechnung.
Die Studie arbeitet heraus, daß globalisierte Problemlagen komplexe Prozesse sozialen Wandels auslösen. Danach lassen sich Globalisierungs- und Diffusionsprozesse viel differenzierter darstellen als bisher. Als relevante Einflußgrößen fungieren hierbei Wahrnehmungs-, Akteurs- und Kulturfaktoren. In die Fallstudien fließt eine Vielzahl der in der Literatur beschriebenen Prozesse sozialen Wandels mit ein. Sowohl die festzustellende Verschränkung von ökonomischen und kulturellen Globalisierungsprozessen als auch deren dialektischer Charakter wären hier zu nennen. Die Dialektik der Globalisierung läßt sich an der gleichzeitigen Bedeutungszunahme globaler und lokaler - glokaler - Prozesse festmachen, so daß guy auch von der in der Philosophie gebräuchlichen Formel einer Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen sprechen kann. Darüber hinaus liefern die Fallstudien Aspekte für theoretische Konzeptionen übernationaler Vergesellschaftung, für die in einer sich wandelnden Weltordnung ein noch ungeprüfter Bedarf besteht.

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In Deutschland schwankt die Netto-Migrationsrate über den gesamten Zeitraum außerordentlich stark. Sie hat seit den Negativwerten Mitte der 80er-Jahre einen extrem starken Anstieg zu verzeichnen. Die Haupteinwanderlnnengruppen waren in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg erst Flüchtlinge, dann Italienerinnen, danach Jugoslawinnen und Türkinnen und jetzt wieder Aussiedlerinnen sowie Asylsuchende (Schwankungen zwischen -2 und 15 pro 1000 Einwohnerln). Die Massenimmigration nach Frankreich begann Mitte des letzten Jahrhunderts aus Belgien, Italien und Polen.

Die Massenimmigration nach Frankreich begann Mitte des letzten Jahrhunderts aus Belgien, Italien und Polen. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen vor allem Portugiesinnen und Nordafrikanerinnen. Die Zusammensetzung änderte sich von überwiegend europäischer zu eher afrikanischer Einwanderung. In Frankreich ist die Netto-Migrationsrate von einigen Turbulenzen in den Fünfzigern und zu Beginn der 60er-Jahre abgesehen äußerst gering (in den letzten 20 Jahren um 1 pro 1000 Einwohnerln und niedriger). Das britische Migrationssystem mit dem Zentrum Großbritannien war lange Zeit eine Auswanderungsregion.

Auffrischende Kontakte zur Herkunftskultur, je größer die sozial-religiöse Distanz zwischen Aufnahmeund Herkunftsgesellschaft ( ... ). Das Besondere der Globalisierung besteht offenbar darin, dass sie kulturelle Identitäten nicht aufhebt, sondern Spielräume fiir Differenz schafft (Meyer 1998: 58). Gleichwohl erzeugt der durch die Mechanismen des flexiblen Kapitalismus evozierte Kontroll- und Orientierungsverlust vieler Individuen jenen von Sennett (1999) beschriebenen 'Drift', der dem 'flexiblen Menschen' im globalen Zeitalter vielfältige Chancen und Risiken bietet.

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